Monja Paetzmann als Pastorin ordiniert

Pressemitteilung 31. August 2026

„Trauen Sie sich zu, was Gott Ihnen längst zugetraut hat“

Gruppenfoto nach der feierlichen Ordination: (v.l.) Pastor Ulrich Menzel, Superintendent Tido Janssen, Pastorin Monja Paetzmann, Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer, Pastorin Rika Hartmann, Dr. Paula Böhme und Kirchenvorsteherin Johanne Block. Quelle: privat

Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer ordiniert Monja Paetzmann in der Andreaskirche Plaggenburg

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ – ein Satz aus Psalm 31, der Monja Paetzmann schon lange begleitet. Am vergangenen Samstag wurde er bei ihrer Ordination in der Ev.-luth. Andreaskirche Plaggenburg zum Zuspruch für ihren neuen Weg als Pastorin. Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer ordinierte die 32-Jährige im Festgottesdienst.

In einer Phase der beruflichen Orientierung hatte ihr ihre Heimatpastorin Mirjam Schmale einen weißen Zettel mit dem Bibelwort in die Hand gegeben: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“. Das Wort, das ihr damals neue Horizonte eröffnete, stand nun über ihrer Ordination.

Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer beschrieb in ihrer Predigt die Kraft von Worten. „Worte haben Macht“, sagte sie. Sie könnten leicht überhört oder verdreht werden – und doch könne in ihnen Gott selbst sprechen und etwas verändern. Worte von Gott könnten Bilder vom Himmel malen, Wege aus Angst und Mutlosigkeit eröffnen und das Versprechen tragen, dass Gott einen Plan habe und Menschen darin eine Rolle spielten.

Auch Paetzmanns persönlicher Weg zeige, wie ein solches Wort einen Menschen verändern könne, so Schiermeyer. Paetzmann war in Hannover aufgewachsen und über Kindergottesdienst, Konfirmandenzeit und Jugendarbeit in ihrer Heimatgemeinde mit Kirche verbunden. 

Über ihr Studium und das anschließende Gemeindepraktikum führte ihr Weg schließlich ins Pfarramt. Ihr Vikariat absolvierte sie in Ostfriesland in der Matthäusgemeinde Wallinghausen. Dort, so Schiermeyer, habe Paetzmann erfahren, wie gern sie in dörflichen Strukturen lebe und arbeite und wie wichtig es ihr sei, gemeinsam mit Vereinen und Verbänden für die Menschen vor Ort da zu sein.

Nun wird Monja Paetzmann in Plaggenburg die Zukunft des Auricher Kirchengemeindeverbandes mitgestalten. Dabei kommt ihr eine wichtige Aufgabe zu: Menschen zu fragen, was sie von Kirche brauchen, und Ehrenamtlichen Räume zu eröffnen, in denen sie ihre eigenen Gaben entdecken und entfalten können.

Auch für Paetzmann selbst steht das Begleiten von Menschen im Mittelpunkt ihres pastoralen Dienstes. Nahbar, vertrauensvoll und verlässlich möchte sie für Menschen da sein – an den schönen und an den schweren Tagen. Gottesdienste sollen für sie so gestaltet sein, dass Menschen etwas mit nach Hause nehmen können: „einen Gedanken, eine Botschaft oder ein Gefühl“, das stärkt, zum Nachdenken anregt oder berührt.

Mit ihrer Ordination beginnt nun ein neuer Abschnitt ihres Weges. Für ihre Aufgabe in Plaggenburg bringt sie bereits Vertrautheit mit der Gemeinde und der Region mit. Die ersten Wochen im neuen Amt versteht sie zugleich als Zeit des Kennenlernens und Wahrnehmens. Es gehe nicht darum, einfach in alte Fußspuren zu treten, sagte Schiermeyer in ihrer Predigt, sondern „gemeinsam eine neue Kirchenspur unter Gottes weitem Himmel zu ziehen“.

Zum Abschluss gab die Regionalbischöfin der neu ordinierten Pastorin einen persönlichen Zuspruch mit auf den Weg: „Trauen Sie sich weiter zu, was Gott Ihnen längst zugetraut hat. Trauen Sie seinem Ruf und seiner Segenskraft.“ Und sie fügte hinzu: „Sie werden gesegnet – und sollen und werden ein Segen sein.“

Text: Julia Fischer, Pressesprecherin Sprengel Ostfriesland-Ems