Was Synodale bewegt

Pressemitteilung 22. Juni 2026

Ina Jäckel und Nicole Strecker über ihr Engagement in der Landessynode

v.l. Ina Jäckel und Nicole Strecker, Synodalen des Sprengels Ostfriesland-Ems.

Die Landessynode ist das Parlament der Landeskirche Hannovers. Hier werden wichtige Entscheidungen getroffen, unterschiedliche Positionen diskutiert und die Weichen für die Zukunft der Kirche gestellt. Doch was bewegt die Menschen, die sich dort engagieren? Ina Jäckel und Nicole Strecker geben Einblicke in ihre Arbeit als Synodale und in die Themen, die ihnen besonders am Herzen liegen.

Für Ina Jäckel, Synodale aus dem Sprengel Ostfriesland-Ems und Mitglied im Landessynodalausschuss sowie im Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit, Medien und Kommunikation des Kirchenkreises Emden-Leer, beginnt jede Synode mit der Freude auf Begegnungen. Gerade die Gespräche am Rande der Sitzungen sind für sie besonders wertvoll. Dort wird spürbar, was die Menschen in der Kirche bewegt. Gleichzeitig beschäftigt sie die Frage, wie Kirche auch künftig Menschen erreichen und begleiten kann.

Auch Nicole Strecker, Synodale und dritte Vizepräsidentin des Präsidiums aus dem Kirchenkreis Emsland-Bentheim, verbindet ihr Engagement mit einem klaren Bewusstsein für Verantwortung. Für sie geht es darum, gemeinsam tragfähige Lösungen für die Zukunft der Kirche zu entwickeln und wichtige Entscheidungen sorgfältig vorzubereiten. Die Bereitschaft, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und gemeinsam nach guten Wegen zu suchen, steht dabei für sie im Mittelpunkt.

Beide Synodalen wissen, dass Synodenarbeit nicht immer einfach ist. Entscheidungen entstehen selten schnell. Gerade das gemeinsame Ringen um unterschiedliche Sichtweisen macht für Ina Jäckel den besonderen Wert der Synodenarbeit aus. Wer einander aufmerksam zuhört und verschiedene Erfahrungen zusammenbringt, kann am Ende bessere Entscheidungen treffen. Nicole Strecker sieht das ähnlich: Auch wenn Beratungen manchmal zäh sind, gehört genau dieser sorgfältige Prozess zu verantwortungsvoller Entscheidungsfindung dazu.

Ein Bild möchten beide zugleich korrigieren: Wer Synoden für trockene Sitzungen hält, unterschätzt die Dynamik der Beratungen. Leidenschaftliche Debatten, unterschiedliche Positionen und intensive Diskussionen gehören ebenso dazu wie persönliche Begegnungen und das Miteinander in den Pausen. Hinter jedem Beschluss stehen Menschen, die mit Überzeugung um den besten Weg für ihre Kirche ringen.

Besonders wichtig ist beiden das Thema Gewaltschutz. Nicole Strecker, selbst Präventionsbeauftragte, bezeichnet die Verabschiedung des ersten Kirchengesetzes der Landeskirche Hannovers zur Prävention sexualisierter Gewalt als ein zentrales Anliegen. Kirche müsse alles dafür tun, ein möglichst sicherer Schutzraum für Menschen zu sein. Dass dafür verbindliche rechtliche Grundlagen geschaffen wurden, wertet sie als wichtigen Schritt.

Auch Ina Jäckel misst dem Gewaltschutz große Bedeutung bei. Gleichzeitig richtet sie den Blick darüber hinaus auf die Zukunft der Kirche insgesamt: Wie können Menschen erreicht werden, die kaum noch Berührungspunkte mit Kirche haben? Wie lassen sich attraktive Angebote für Kinder und Jugendliche entwickeln? Und wie bleibt Kirche auch in zehn oder zwanzig Jahren ein relevanter Teil des gesellschaftlichen Lebens? Für sie gehören diese Fragen zu den zentralen Aufgaben kirchlicher Arbeit.

Die Gespräche mit beiden Synodalen zeigen: Synodenarbeit bedeutet weit mehr als Sitzungen und Abstimmungen. Sie lebt vom Austausch unterschiedlicher Perspektiven, vom gemeinsamen Ringen um gute Entscheidungen und vom Engagement der Menschen, die Verantwortung für die Zukunft der Kirche übernehmen. Verantwortung, Offenheit und die Bereitschaft, gemeinsam nach Lösungen zu suchen – das prägt die Arbeit der Landessynode und der Menschen, die sich in ihr engagieren.

II. Tagnung der 27. Landessynode

Die 27. Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers kam von Donnerstag, 18. Juni, bis Sonnabend, 20. Juni, zu ihrer II. Tagung zusammen. Mehr Informationen zur II. Tagung finden Sie hier: 27. Landessynode

Synodalengruppe Ostfriesland-Ems

Die Gruppe des Sprengels Ostfriesland-Ems setzt sich aus acht gewählten und zwei berufenen Synodalen zusammen – darunter erfahrene Mitglieder sowie erstmals teilnehmende Synodale. Die Gruppe verbindet frische Impulse mit gewachsener Erfahrung und setzt sich aus den Kirchenkreisen Emden-Leer, Emsland-Bentheim, Rhauderfehn, Aurich und Norden zusammen. Hier sehen Sie alle Synodalen auf einem Blick: Synodalen des Sprengels Ostfriesland-Ems