Visitation in den Gemeinden Esens und Fulkum
Mehrere Tage lang war die Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer zu Gast in den Kirchengemeinden St. Magnus Esens und Fulkum. Im Rahmen ihrer Visitation gewann sie einen umfassenden Eindruck vom kirchlichen und gesellschaftlichen Leben in Stadt und Ortsteilen und kam mit zahlreichen Menschen aus Kirche, Kommune, Einrichtungen und Vereinen ins Gespräch.
Auf dem Programm standen unter anderem Gespräche mit Verantwortlichen aus Kindertagesstätten und der Leitung der Christian-Wilhelm-Schneider-Schule und sowie Besuche im Mehrgenerationenhauses der AWO, im Seniorenheim Peter-Friedrich-Ludwig-Stift, bei landwirtschaftlichen und gewerblichen Betrieben sowie mit kommunalen Vertreterinnen und Vertretern und Ehrenamtlichen. Eine gemeinsame Fahrt mit dem rot-schwarzen Oldtimerbus „Harlingerland“ durch die Gemeindegebiete, verdeutlichte die räumliche Weite und Vielfalt der Kirchengemeinden. Deutlich wurde dabei, wie unterschiedlich Kirche vor Ort gelebt wird – in der Stadtkirche ebenso wie in den Dörfern, in Gottesdiensten, diakonischer Arbeit, Bildungsangeboten und Begegnungen für alle Generationen.
Im Mittelpunkt der Visitation stand das Miteinander der Menschen. Die Regionalbischöfin erlebte engagierte Hauptamtliche und Ehrenamtliche, die Kirche als offenen Ort gestalten: in Gottesdiensten, in der Kirchenmusik, in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Zusammenarbeit mit vielen Partnern vor Ort. Das enge Netzwerk zwischen Kirche, Vereinen, sozialen Einrichtungen, Politik und Verwaltung prägt das Leben in Esens und Fulkum und trägt wesentlich zum Zusammenhalt der Gemeinden bei.
Im abschließenden Visitation-Gottesdienst blickte die Regionalbischöfin auch auf die kommenden Herausforderungen. Sinkende Mitgliederzahlen und strukturelle Veränderungen, wie die geplante Bildung einer Gesamtkirchengemeinde in der Region, erfordern neue Wege. Gleichzeitig wurde spürbar, dass die Kirchengemeinden Esens und Fulkum diesen Veränderungen offen und verantwortungsvoll begegnen. Ziel bleibt es, Kirche weiterhin nah bei den Menschen zu halten und als verlässlichen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens vor Ort zu gestalten.
In ihrem Grußwort würdigte die Regionalbischöfin die lebendige Gemeinschaft, das große ehrenamtliche Engagement und die spürbare Nähe der Kirche zu den Menschen. Kirche, so ihr Eindruck, ist in Esens und Fulkum nicht nur ein prägendes Gebäude im Ortsbild, sondern ein Ort gelebter Gemeinschaft, der Herzen öffnet, Menschen verbindet und Mut für die Zukunft macht.
Bild/Quelle:
- Mit dem Oldtimerbus „Harlingerland“ die Region erkunden., v.l. Anna Bernau (Pastorin), Thea Buss, Maike Tannen, Thomas Arens (Pastor), Eva Hadem (Superintendentin), Silvia Kozlowski- Egberts, Manuela Schmidt- Franzen, Ingo Snell, Helmuth Eiben (stellvertretender Bürgermeister von Moorweg), Sabine Schiermeyer (Regionalbischöfin).
- Vor dem Altar der St. Magnus-Kirche Esens: 1. Reihe (von links nach rechts), Eva Hadem (Superintendentin), Manuela Schmidt- Franzen, Ingrid Siebels, Brigitte Just, Iris Willms, Anais Berghem (Pastorin), Alma Cassens
2. Reihe: Sabine Schiermeyer (Regionalbischöfin), Anna Bernau (Pastorin), Maike Tannen, Silvia Kozlowski- Egberts, Thea Buss
3. Reihe: Matthias Hinrichs, Thomas Arens (Pastor), Ingo Snell
- St. Magnus-Kirche Esens von außen
Quelle: Privat
Text: Julia Fischer Bilder: Privat