Der Sprengel Ostfriesland-Ems setzt ein Zeichen für Demokratie und Menschenwürde und positioniert sich zum Grungesetztag.
Emden - Der ev.-luth. Sprengel Ostfriesland-Ems schließt sich der gemeinsamen Erklärung der leitenden Geistlichen in Niedersachsen und Bremen zur Stärkung von Demokratie und Menschenwürde an. Anlass ist der Grundgesetztag am 23. Mai 2026, zu dem auch der Bundespräsident eine Initiative angestoßen hat.
Sabine Schiermeyer, Regionalbischöfin des Sprengels Ostfriesland-Ems, sagt:
„Demokratie beginnt nicht in Berlin, sondern hier bei uns – auf dem Marktplatz, im Gemeindesaal, am Küchentisch. Sie lebt davon, dass Menschen mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Dafür machen wir uns als Kirche stark.“
„Mit Blick auf die gesellschaftliche Entwicklung beobachte ich, dass vereinfachende Darstellungen und eine abwertende Sprache auch bei uns an Präsenz gewinnen. Das steht in Spannung zu den Werten, für die wir als Kirche einstehen. Unser Anliegen bleibt es, die von Gott gegebene Würde jedes Menschen zu achten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken,“ so Sabine Schiermeyer weiter.
Der Sprengel knüpft damit an die gemeinsame Erklärung der leitenden Geistlichen an, die Demokratie als Grundlage eines friedlichen und solidarischen Zusammenlebens hervorheben. Ziel der geplanten Kampagne ist es, den Dialog zu fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region zu stärken.
Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der gemeinsamen Erklärung
Die Erklärung „Menschenwürde – Nächstenliebe – Zusammenhalt. Wir stehen dazu!“ ist unterzeichnet von:
- Thomas Adomeit, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg
- Dr. Christina-Maria Bammel, Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig
- Dr. Susanne Bei der Wieden, Kirchenpräsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche
- Dr. Bernd Kuschnerus, Kirchenpräsident der Bremischen Evangelische Kirche
- Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
- Dr. Oliver Schuegraf, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe
Die Erklärung im Wortlaut: Gemeinsame Erklärung