Dr. Bettina Siegmund

Dr. Bettina Siegmund

Dipl.-Agrar-Ingenieurin

Kirchenkreis Emden-Leer

Warum haben Sie für die Landessynode kandidiert?

Seit Beginn der 24. Landessynode 2008 bin ich Mitglied der Landessynode, seit 2014 auch in leitender Funktion als Vorsitzende des Umwelt- und Bauausschusses und im LSA. Ich habe für die 27. Landessynode erneut kandidiert, um in den vergangenen Jahren begonnene Projekte weiter voranzubringen und den Zukunftsprozess der Landeskirche aktiv mitzugestalten.

Wie wünschen Sie sich die Kirche von morgen?

Ich wünsche mir eine basisorientierte Kirche. Das heißt eine Kirche, die die Verantwortung für die Zukunft der Kirche dort belässt, wo sie heute schon gestaltet wird, nämlich in den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen unserer Landeskirche. Dazu gehört, diejenigen die diese Arbeit verantworten, insbesondere die Ehrenamtlichen, ernst zu nehmen, in ihrer Arbeit zu unterstützen und zu ermutigen. Eine Kirche ohne ein starkes Ehrenamt ist nicht zukunftsfähig.
Ich wünsche mir eine Kirche, die nicht bei sich selbst bleibt, sondern das Evangelium in die Welt trägt und an vielen Orten sichtbar, hörbar und spürbar die Gesellschaft mitgestaltet.
Und ich wünsche mir eine Kirche, die offen ist für Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenszusammenhängen und in der Gemeinschaft, Lebensfreude, Ermutigung und Trost erfahrbar sind.

Welche Themen sind Ihnen in der synodalen Arbeit besonders wichtig?

Besonders am Herzen liegen mir der Klimaschutz in der Landeskirche, aber auch die Zukunft unserer Kirchen. Im Bereich Gebäude-management und Klimaschutz möchte ich mich in den Zukunftsprozess unserer Landeskirche einbringen.

Die bereits beschlossenen Klimaschutzkonzepte sind für zukünftige Generationen unverzichtbar. Sie müssen konsequent weiterverfolgt werden, um die angestrebten Klimaschutzziele zu erreichen. Kirchenkreise und Kirchengemeinden benötigen hierfür die Unterstützung der Landeskirche.

Bei unseren Gebäuden und Liegenschaften sehe ich viele ungenutzte Ressourcen, die dauerhaft zur Finanzierung kirchlicher Arbeit beitragen könnten. Hierzu wird eine strategische Gebäudeentwicklung und eine professionelle Immobilienverwaltung benötigt.

Unsere Kirchgebäude sind über ihre Funktion als Gottesdienstorte hinaus das sichtbare Zeichen für Gottes Gegenwart in der Welt. Sie sind kulturelles Erbe und persönliche Erinnerungsorte mit einer wichtigen Funktion für unsere Gesellschaft. Um sie zu erhalten, müssen wir neue Wege gehen und für diese Aufgabe Partner in der Zivilgesellschaft suchen.

Gremien

stellv. Vorsitzende Landessynodalausschuss

Mitglied:

Umwelt- und Bauausschuss

 

Synodalgruppe Lebendig – Vielfältig – Kirche (LVK)